Ja, zugegeben, das Auto war ein wenig schräg geparkt, und ja, das Vorderrad war auch noch eingeschlagen und stand noch ein wenig weiter raus. Aber ist das ein Grund, als Straßenbahnfahrer die Weiterfahrt zu verweigern – wenn vermutlich jeder Mensch mit halbwegs gesundem Augenmaß gut abzuschätzen vermocht hätte, dass die Bahn da noch passabel zu passieren in der Lage gewesen wäre? Doch nein, unser Freund – der noch ein wenig grün hinter den Ohren schien – entschied wohl, dass ihm das auf eigene Faust zu heikel wäre. Also erst mal einen Funkwagen der Rheinbahn hinzugerufen, damit die beiden darin befindlichen Damen ihn bei langsamer Fahrt durch dieses „Nadelöhr” hindurch lotzen konnten. Ja, Frauen, mein Jungchen, mussten dir zeigen, wie man so ein Ding in so einer Lage bewegt … dabei waren es noch mindestens zehn bis zwölf Zentimeter Platz zwischen Bahn und Auto. Und wegen so einem Mist dauert mein Feierabend-Heimweg dann eine Viertelstunde länger.
Meine Stimmung wieder aufzubessern vermochte aber die ein paar Minuten später erfolgte Durchsage, dass der Falschparker nun abgeschleppt worden sei, und alle Bahnen auf dieser Strecke wieder ungehindert fahren könnten. Möge die Rechnung des Abschleppdienstes dieses Kamel von einem Autofahrenr lehren, seine Dreckskarre nächstes Mal etwas umsichtiger zu parken.
Dem kaeng stößt der aktuelle Aufmacher bei SPON sauer auf. Recht hat er – was Schäuble da betreibt, ist reine Panikmache. „Tatsächlich lässt die Verbreitung von […] schmutzigem Material die Gefahr wachsen” – lieber Wolfgang, das meiste in Deutschland in freier Wildbahn befindliche „schmutzige Material” dürfte sich derzeit in unserem Bundestag befinden – schmierige Typen, deren sogenannte „Politik” nur noch im Schüren von Ängsten besteht.
Vor allem der letzte Satz im SPON-Artikel, „Die Hauptgefahr schmutziger Bomben bilden nach Meinung der Behörde (Anm.: Bundesamt für Strahlenschutz) Überreaktionen in der Bevölkerung – 'aus Unkenntnis über die tatsächlichen Gefahren'” kann doch eigentlich – da diese Gefahr vom BfS ja als gering eingeschätzt wird – von einem denkenden Menschen nur mit „Schäuble lügt” übersetzt werden.
Aber schön passend finde ich das Foto vom Schäuble, das SPON für diesen Artikel ausgewählt hat – entsprechen Blick und Gestik nicht genau denen eines Scharlatans, der dir drohen möchte, dass du verrecken wirst, wenn du nicht seine Pillen kaufst …?