Jetzt hat er's also hinter sich – Gott sei Dank, möchte man sagen.
Auch wenn ich, trotz katholischer Erziehung, nicht mehr viel mit „Kirche” und dem was dazugehört am Hut habe, muss ich doch sagen, dass sich der alte Knabe in meinen Augen eine Menge Respekt verdient hat.
Seine Haltung mag in vielen Dingen erzkonservativ, und in heutigen Zeiten sogar beinahe weltfremd gewesen sein. Ja und? Die Konsequenz, mit der er sie den Kritikern zum Trotz vertreten hat, bewundere ich trotzdem. Zumal ich ihn keineswegs auf diese, auch mir großteils eher fern liegenden Ansichten reduzieren mag, sondern viel mehr seinen Kampf für Frieden und Verständigung, und die Führung, die er vielen Menschen zu geben vermochte, honoriere.
In den Foren bei heise, Spiegel online und sonstwo finden sich schon jetzt zahlreiche „Kritiker” – die eigentlich nichts weiter von sich zu geben haben, als dass sie es für Unsinn halten, um den Papst zu trauern, dass alle einer solchen Religion folgenden Menschen dumme Schafe seien, etc. pp. blah blah – ja sogar die Kreuzzüge müssen oftmals noch als „Argument” dafür herhalten, dass Religion im allgemeinen und Kirche im besonderen „nichts taugt”. Was für Schwachköpfe … Warum kann man nicht einfach mal wertfrei anerkennen, dass der Papst für viele Menschen eine wahrhaft charismatische Leitfigur war, und dass diese nun sein Ableben betrauern?
Ach, was soll's, dies ist kein Tag, um sich über solche Neider aufzuregen. Bleibt mir nur noch zu sagen:
Karol Wojtyla, Respekt für das, was du in deinem Leben bewirkt und vielen Menschen gegeben hast, und Danke.
Ruhe in Frieden.
Nachtzug von Dresden nach D'dorf; 6:20 Uhr ankommen, kurz duschen und dann zur Arbeit – soweit der Plan.
Wurde nur leider von einem Wildschwein vereitelt, dass der Ansicht war sich dem Zug entgegenstellen zu müssen … Den Rumms des Aufpralls konnte man im Abteil im dritten oder vierten Waggon hinter der Lok noch spüren, und auch dass jede Achse anschließend über irgendwas drüberwalzte. Hatte dann über zwei Stunden außerplanmäßiges Rumstehen irgendwo in the fucking middle of nowhere (kurz vor Wolfsburg) zur Folge – Lok demoliert, so dass was auf den Schienen schleifte, Polizei und Feuerwehr, Nachts um drei Uhr, Hurra. Anschließend Schleichfahrt bis zum nächsten Bahnhof, Lok austauschen.
Was denkt sich so ein beklopptes Viech dabei? „Ah, die Lichter da lass' ich jetzt mal näher kommen, dann find' ich meine Trüffel leichter” – oder was? Bestimmt ganz schön blöd gekuckt, als da plötzlich noch hundert Tonnen Zug dran hingen.
(Ach ja, nochwas, Herr Lokführer – der „Ich bremse auch für Tiere”-Aufkleber hinten auf dem letzten Waggon, der kommt jetzt aber bitte ab, und zwar bisschen dalli.)