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stimme des volkes

14:44 / 13·Ø6·2ØØ4
[10 kommentare]

wie es sich für einen getreuen staatsbürger gehört, habe ich meinem bescheidenen anteil an eben dieser heute selbstverständlich ausdruck verliehen. (natürlich nicht in dem albernen, vollkommen obsoleten aberglauben, dass sich unsere herrschenden auch nur einen dreck darum scheren würden, aber immerhin.)
aber kann mir mal jemand sagen, warum man dafür erst mal kilometerweit zum wahllokal laufen muss – warum können die nicht bis an die haustüre kommen, wie die GEZ oder jeder solide zeuge jehovas auch? oder statt dem altmodischen kreuzchen machen eine 0190-voteline einrichten – „ihre stimme wurde gezählt, bitte legen sie auf und rufen sie nicht mehr an. ihre stimme wurde gezählt, bitte …” – ach nein, würde der ohnehin dahinsiechenden, wenn auch eigentlich kein schwein interessierenden statistischen größe namens wahlbeteiligung sicher nicht wieder auf die beine helfen, wenn das auch noch was kostet.
hm, was dann? wie wäre es denn mit wahl per SMS, um auch den jungwähler besser zu erreichen. und als belohnung gibt es dann einen tollen, polyphonen klingelton für's handy. z.b. den schröder, der nobbi blüm imitiert, „die rende sind sischer, prust …”, und mit dem bekannten gerd-show-mäßigen „ha ha ha”-lacher endet. oder den ede stoiber, der ein wenig aus seinem neuen buch „mein (wahl)kampf” rezitiert (soll in bayern jetzt schon ein pestseller sein!) …
aber egal, dann wird halt diesmal noch nach der herkömmlichen methode gewählt. also, einen knappen meter wahlzettel – es lebe die politische vielfalt – auseinanderfalten, und erst mal staunen. ja himmel, wer sind denn die alle? noch mal ein kurzer blick nach oben, „sie haben eine stimme” – schade, also doch nix multiple choice – wo ich mich doch kaum entscheiden kann! die oberen ränge mit den bekannteren parteien scheiden aus – wegen spenden- und korruptionsaffairen, lange genug bewiesener politischer inkompetenz, oder auch einfach wegen allgemeiner drecksackigkeit.
na gut, dann schauen wir uns halt in der unteren hälfte nach etwas halbwegs wählbarem um.
„unabhängige kandidaten” … unabhängig, das klingt frisch, das klingt unverdorben – und ausserdem haben die wahrscheinlich eh keine chance.
also gut … *kreuzchen* – ihr habt meine stimme.

zeitenwende

17:56 / 25·Ø6·2ØØ4
[14 kommentare]

nachdem gestern bei meiner armbanduhr das armband gerissen ist, musste ich mir heute mal eine „neue” holen. „neue” in anführungszeichen, weil ich natürlich wieder auf das seit jahren bewährte modell zurückgegriffen habe. für die dreieinhalb funktionen, die das teil bietet, bräuchte es eigentlich nicht mal eine bedienungsanleitung geben … kostet nur rund 15,- euro – da isses auch wurscht, wenn nach ca. zwei jahren meistens die armbänder kaputtgehen, noch lange bevor die batterie ihr leben ausgehaucht hätte o.ä. aber reparieren lohnt bei dem preis ja nun wirklich nicht.
und warum wieder dieses, zugegebenermaßen unspektakuläre, modell? na, weil ich was dagegen habe, mit so'nem riesen-wecker am handgelenk rumzulaufen, und weil mir die ganzen protzer mit ihren dicken teilen einfach auf den nerv gehen. dann lieber gepflegtes understatement – kleines billiges plastikteil, am rechten arm und mit display nach innen getragen. die drehung des armes nach aussen, um die uhrzeit abzulesen, ist inzwischen so gewohnt, dass ich auch dann kein problem kriege, wenn mich mal jemand in total besoffenem zustand nach der zeit fragt – wo sich andere leute in der gefahr befinden, sich beim reflexartigen blick auf die uhr ihr bier über die hose zu schütten, kriegt's bei mir höchstens der rechts neben mir sitzende ab (OK, folgeprobleme sind dann natürlich nicht ausgeschlossen).
was mich zu der frage bringt: was tragen denn eigentlich andere blogger so am handgelenk? ich tippe mal einfach, was ich so denke:
also, der amano ist bestimmt einer der erwähnten protzer mit so'nem richtig dicken teil am arm (schliesslich hat er ja'n ego-problem); evtl. sogar was richtig edles aus platin, was er noch die nächsten anderthalb dutzend jahre lang abbezahlen muss.
wo hingegen frau w. sicher mehr uhren besitzt, als man an zwei händen abzählen kann – allerdings geht keine richtig, und wiederfinden kann sie bestimmt auch keine davon. die macht dann wohl bald analog zum book- ein watchcrossing auf, wo man dann nachlesen kann, wo sie die dinger alle verlegt hat, wenn's ihr tage oder wochen später wieder eingefallen ist.
beim joe und dem kaeng bin ich mir jetzt noch nicht so ganz sicher, wer welcher typ ist … denen traue ich beides zu, sowohl die atombetriebene, wassergekühlte uhr, auf der ein embedded linux läuft, dass per cronjob die sekunden weiterzählt – als auch eine „wofür soll ich 'ne uhr brauchen, die zeit läuft doch auch von alleine weiter”-einstellung …
also, lasst doch mal hören, ob ich richtig gelegen habe – oder ob ich euch völlig falsch eingeschätzt habe.

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